Skonto ist ein Preisnachlass, den der Verkäufer gewährt, wenn der Kunde besonders schnell zahlt. Üblich sind zwei oder drei Prozent, wenn die Rechnung innerhalb einer kurzen Frist beglichen wird. Skonto belohnt den schnellen Zahler und verbessert beim Verkäufer die Liquidität.

Wie funktioniert Skonto?

Eine typische Formulierung lautet: 2 Prozent Skonto bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen, sonst 30 Tage netto. Zahlt der Kunde innerhalb der Skontofrist, darf er zwei Prozent vom Rechnungsbetrag abziehen.

Skonto berechnen

Bei einer Rechnung über 1.000 Euro und 2 Prozent Skonto spart der Kunde 20 Euro und überweist 980 Euro. Auf das Jahr gerechnet ist Skonto oft ein sehr lohnender Rabatt – die schnelle Zahlung verzinst sich hoch.

Buchung von Skonto

Skonto mindert beim Verkäufer den Umsatz und beim Käufer die Betriebsausgabe. Auch die Umsatzsteuer wird entsprechend korrigiert, da sich die Bemessungsgrundlage ändert.

Skonto sinnvoll einsetzen

Als Verkäufer kannst du mit Skonto deine Zahlungseingänge beschleunigen. Als Käufer lohnt es sich fast immer, Skonto zu nutzen, weil der Vorteil meist höher ist als die Kosten kurzfristiger Liquidität.

Skonto und Liquidität

Skonto ist mehr als ein netter Rabatt – es ist ein Steuerungsinstrument für die Liquidität. Als Verkäufer ziehst du mit Skonto Zahlungen vor und verbesserst deinen Cashflow, zahlst dafür aber einen kleinen Preisnachlass. Als Käufer mit ausreichender Liquidität solltest du Skonto fast immer nutzen, denn der Vorteil ist aufs Jahr gerechnet sehr hoch. Wichtig ist, die Skontofrist im Blick zu behalten und rechtzeitig zu zahlen, sonst verfällt der Vorteil. Buchhaltungssoftware weist offene Posten mit Skontofrist aus und erinnert dich, sodass du den Abzug nicht verpasst.

Praxisbeispiel: Skonto nutzen und berechnen

Du erhältst eine Eingangsrechnung über 1.000 Euro mit der Kondition 2 Prozent Skonto bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen, sonst 30 Tage netto. Zahlst du innerhalb von 7 Tagen, ziehst du 20 Euro ab und überweist 980 Euro. Aufs Jahr gerechnet entspricht dieser Vorteil einer sehr hohen Verzinsung – deutlich mehr, als dir ein Tagesgeldkonto bringt. Also nutzt du das Skonto und zahlst sofort. In der Buchhaltung mindert das Skonto die Betriebsausgabe und korrigiert die Vorsteuer entsprechend. Hättest du erst nach 30 Tagen gezahlt, hättest du die 20 Euro verschenkt. Bei vielen Rechnungen summiert sich das schnell – Skonto konsequent zu nutzen ist daher fast immer lohnend.

Häufig gestellte Fragen zu Skonto

Was bedeutet 2 Prozent Skonto?

Du darfst zwei Prozent vom Rechnungsbetrag abziehen, wenn du innerhalb der angegebenen Skontofrist zahlst.

Wie berechne ich Skonto?

Multipliziere den Rechnungsbetrag mit dem Skontosatz. Bei 1.000 Euro und 2 Prozent sind das 20 Euro Nachlass.

Muss ich bei Skonto die Umsatzsteuer anpassen?

Ja. Da sich die Bemessungsgrundlage ändert, werden Umsatz beziehungsweise Vorsteuer entsprechend korrigiert.

Lohnt sich Skonto?

Für den Käufer fast immer, weil der Vorteil aufs Jahr gerechnet sehr hoch ist. Für den Verkäufer beschleunigt es die Zahlung.

Bis wann muss ich für Skonto zahlen?

Innerhalb der angegebenen Skontofrist, zum Beispiel 7 oder 10 Tage. Zahlst du später, entfällt der Skontoabzug.

Weiterführende Informationen rund um Skonto: im Wikipedia-Artikel zu Skonto.