Eine Betriebsprüfung ist die Überprüfung deiner steuerlichen Aufzeichnungen durch das Finanzamt. Ein Prüfer sieht sich an, ob deine Buchhaltung, deine Steuererklärungen und deine Belege korrekt und vollständig sind. Eine Betriebsprüfung ist kein Grund zur Panik, aber ein guter Grund, die Buchhaltung das ganze Jahr über sauber zu führen.
Wie läuft eine Betriebsprüfung ab?
Das Finanzamt kündigt die Prüfung in der Regel schriftlich an und nennt den Zeitraum und die zu prüfenden Steuerarten. Der Prüfer sichtet anschließend deine Unterlagen, oft mit digitalem Datenzugriff. Am Ende steht eine Schlussbesprechung, in der die Ergebnisse erläutert werden, gefolgt von einem Prüfungsbericht.
Was wird geprüft?
Im Mittelpunkt stehen die Vollständigkeit der Einnahmen, die Berechtigung der Betriebsausgaben, die korrekte Umsatzsteuer und die Einhaltung der GoBD. Der Prüfer achtet besonders darauf, ob Belege vorhanden sind, ob Buchungen nachvollziehbar sind und ob die Aufzeichnungen unverändert und zeitnah geführt wurden.
So bereitest du dich vor
Die beste Vorbereitung ist eine durchgängig ordentliche Buchhaltung. Vollständige, revisionssicher abgelegte Belege, eine aktuelle Verfahrensdokumentation und nachvollziehbare Buchungen nehmen einer Prüfung den Schrecken. Wer hier sauber gearbeitet hat, kann dem Termin gelassen entgegensehen.
Betriebsprüfung und vorbereitende Buchhaltung
Vieles, was in einer Prüfung zählt, entsteht in der laufenden Buchhaltung: lückenlose Belege, korrekte Zuordnung, saubere Ablage. Genau diese Grundlage schaffe ich in meiner Buchhaltungsunterstützung, damit deine Unterlagen im Prüfungsfall vollständig und nachvollziehbar sind. Die steuerliche Begleitung der Prüfung selbst übernimmt dein Steuerberater.
Deine Rechte in der Betriebsprüfung
Eine Betriebsprüfung ist kein einseitiges Verfahren. Du hast das Recht, dich vertreten zu lassen, etwa durch deinen Steuerberater, und du musst nur die Unterlagen vorlegen, die den geprüften Zeitraum und die geprüften Steuerarten betreffen. Eine gute Vorbereitung und ein sachlicher Umgang mit dem Prüfer erleichtern den Ablauf für beide Seiten.
Häufig gestellte Fragen zur Betriebsprüfung
Werde ich als Kleinunternehmer geprüft?
Grundsätzlich kann jedes Unternehmen geprüft werden, auch Kleinunternehmer und Selbstständige. Die Wahrscheinlichkeit und der Umfang hängen von verschiedenen Faktoren ab.
Wie weit zurück darf das Finanzamt prüfen?
Geprüft werden in der Regel die zurückliegenden Jahre im Rahmen der gesetzlichen Fristen. Genau deshalb ist die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Unterlagen so wichtig.
Was passiert, wenn Belege fehlen?
Fehlen Belege oder ist die Buchführung nicht ordnungsgemäß, kann das Finanzamt Ausgaben streichen oder die Besteuerungsgrundlagen schätzen. Das fällt meist zu Ungunsten des Unternehmens aus.
Sollte mein Steuerberater bei der Prüfung dabei sein?
In der Regel ja. Dein Steuerberater begleitet die Prüfung fachlich, beantwortet steuerliche Fragen und vertritt deine Interessen gegenüber dem Finanzamt.
Weiterführende Informationen rund um Betriebsprüfung: im Wikipedia-Artikel zu Betriebsprüfung.
