Leasing ist eine Form der Finanzierung, bei der du ein Wirtschaftsgut – etwa ein Fahrzeug oder eine Maschine – gegen monatliche Raten nutzt, ohne es zu kaufen. Der Leasinggeber bleibt Eigentümer, du hast das Nutzungsrecht. Leasing schont die Liquidität und ist steuerlich oft attraktiv.
Wie Leasing funktioniert
Beim Leasing schließt du einen Vertrag über eine feste Laufzeit und zahlst monatliche Leasingraten. Nach Vertragsende gibst du das Objekt zurück, verlängerst oder kaufst es – je nach Vereinbarung. Du nutzt also, ohne sofort den vollen Kaufpreis aufzubringen.
Leasing vs. Kauf und Kredit
Beim Kauf wirst du Eigentümer und bindest Kapital. Beim Kredit finanzierst du den Kauf und wirst Eigentümer. Beim Leasing bleibst du Nutzer ohne Eigentum. Leasing schont die Liquidität, kann über die Laufzeit aber teurer sein als ein Kauf.
Steuerliche Behandlung
Leasingraten sind in der Regel sofort als Betriebsausgabe abziehbar, was den Gewinn mindert. Beim Kauf wird das Wirtschaftsgut dagegen über die Abschreibung verteilt. Welche Variante steuerlich günstiger ist, hängt vom Einzelfall ab.
Vor- und Nachteile
Vorteile sind planbare Raten, geschonte Liquidität und oft moderne Ausstattung. Nachteile sind die fehlende Eigentümerstellung, die Bindung über die Laufzeit und möglicherweise höhere Gesamtkosten. Ein Vergleich mit Kauf und Kredit lohnt sich immer.
Praxisbeispiel: Firmenwagen leasen statt kaufen
Eine Beraterin braucht einen neuen Firmenwagen für 36.000 Euro. Statt den Betrag auf einmal zu binden oder einen Kredit aufzunehmen, least sie das Fahrzeug für 36 Monate zu 450 Euro im Monat. Ihre Liquidität bleibt geschont, die Raten sind planbar und sofort als Betriebsausgabe abziehbar. Nach drei Jahren gibt sie den Wagen zurück und least ein neues Modell. So fährt sie stets ein aktuelles Fahrzeug, ohne sich um Wiederverkauf oder hohe Anschaffungskosten kümmern zu müssen.
Leasingarten im Überblick
Man unterscheidet vor allem zwischen Finanzierungsleasing und Operating-Leasing. Beim Finanzierungsleasing läuft der Vertrag über eine feste Grundmietzeit, und das Objekt ist meist auf langfristige Nutzung ausgelegt. Beim Operating-Leasing steht die kürzere, flexible Nutzung im Vordergrund, ähnlich einer Miete. Zudem gibt es Verträge mit Kaufoption, Restwert- oder Kilometerabrechnung, etwa bei Fahrzeugen. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie lange und wie intensiv du das Objekt nutzen willst. Ein genauer Blick auf die Vertragsbedingungen lohnt sich, um versteckte Kosten zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen zu Leasing
Was ist Leasing?
Eine Finanzierungsform, bei der du ein Wirtschaftsgut gegen monatliche Raten nutzt, ohne Eigentümer zu werden.
Was ist der Unterschied zwischen Leasing und Kredit?
Beim Kredit wirst du Eigentümer des finanzierten Guts, beim Leasing bleibst du Nutzer ohne Eigentum.
Sind Leasingraten steuerlich absetzbar?
In der Regel ja. Leasingraten sind meist sofort als Betriebsausgabe abziehbar.
Wann lohnt sich Leasing?
Wenn du Liquidität schonen, planbare Raten haben und regelmäßig moderne Ausstattung nutzen möchtest.
Welche Leasingarten gibt es?
Vor allem Finanzierungsleasing für die längere Nutzung und Operating-Leasing für die flexible, kürzere Nutzung, oft mit verschiedenen Abrechnungsmodellen.
Weiterführende Informationen rund um Leasing: im Wikipedia-Artikel zu Leasing.
