Ein Lieferschein ist ein Begleitdokument zu einer Warenlieferung. Er listet auf, welche Waren in welcher Menge geliefert wurden, und ermöglicht dem Empfänger, die Lieferung mit der Bestellung abzugleichen. Anders als die Rechnung enthält der Lieferschein in der Regel keine Preise.

Inhalt eines Lieferscheins

Üblich sind Absender und Empfänger, Lieferdatum, eine Auflistung der gelieferten Artikel mit Mengen sowie ein Bezug zur Bestellung oder Auftragsnummer. Preise werden meist bewusst weggelassen.

Lieferschein vs. Rechnung

Der Lieferschein dokumentiert die Lieferung, die Rechnung die Zahlungsforderung. Beide gehören zusammen, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen. Oft wird auf der Rechnung auf den Lieferschein verwiesen.

Muss ich Lieferscheine aufbewahren?

Lieferscheine, die als Buchungsbeleg dienen oder Bestandteil der Rechnung sind, unterliegen der Aufbewahrungspflicht. Reine Begleitpapiere ohne Buchungsfunktion sind weniger kritisch, sollten aber zur Nachvollziehbarkeit abgelegt werden.

Lieferschein in der Praxis

Beim Wareneingang dient der Lieferschein der Prüfung: Stimmt das Gelieferte mit Bestellung und späterer Rechnung überein? Abweichungen lassen sich so früh erkennen und reklamieren.

Lieferschein und Wareneingangskontrolle

Der Lieferschein ist ein zentrales Dokument der Wareneingangskontrolle. Beim Eintreffen der Ware gleichst du den Lieferschein mit der Bestellung ab und prüfst Menge und Zustand. Stimmt etwas nicht, vermerkst du die Abweichung direkt auf dem Lieferschein – das ist später die Grundlage für eine Reklamation oder eine korrigierte Rechnung. Anschließend wird der Lieferschein mit der zugehörigen Rechnung abgeglichen. Diese Drei-Wege-Prüfung aus Bestellung, Lieferschein und Rechnung schützt davor, falsche oder unvollständige Lieferungen zu bezahlen, und sorgt für eine saubere Dokumentation.

Praxisbeispiel: Lieferschein und Rechnung abgleichen

Du bestellst 100 Kartons für deinen Versand. Bei Lieferung liegt ein Lieferschein bei, der 100 Kartons ausweist – du zählst nach und stellst fest, dass nur 90 geliefert wurden. Du vermerkst „10 Kartons fehlen“ direkt auf dem Lieferschein und unterschreibst mit diesem Vorbehalt. Als später die Rechnung über 100 Kartons kommt, gleichst du sie mit dem Lieferschein ab und reklamierst die Differenz. Der Lieferant stellt eine korrigierte Rechnung über 90 Kartons aus. Ohne den Lieferschein mit deinem Vermerk hättest du womöglich 100 Kartons bezahlt, obwohl nur 90 ankamen. Die Drei-Wege-Prüfung aus Bestellung, Lieferschein und Rechnung hat dich vor einer Überzahlung geschützt.

Häufig gestellte Fragen zu Lieferschein

Was steht auf einem Lieferschein?

Absender, Empfänger, Lieferdatum, gelieferte Artikel mit Mengen und ein Bezug zur Bestellung. Preise fehlen meist.

Was ist der Unterschied zur Rechnung?

Der Lieferschein dokumentiert, was geliefert wurde, die Rechnung fordert die Zahlung. Sie ergänzen sich.

Muss ich Lieferscheine aufbewahren?

Wenn sie als Buchungsbeleg dienen oder Teil der Rechnung sind, ja. Ansonsten sind sie zur Nachvollziehbarkeit sinnvoll.

Braucht ein Lieferschein Preise?

Nein, in der Regel nicht. Preise stehen auf der zugehörigen Rechnung.

Was mache ich bei einer falschen Lieferung?

Vermerke die Abweichung direkt auf dem Lieferschein und reklamiere sie. Der Lieferschein ist der Nachweis für Menge und Zustand der Lieferung.

Weiterführende Informationen rund um Lieferschein: im Wikipedia-Artikel zu Lieferschein.